Blasenkapazität

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Re: Blasenkapazität

Beitragvon 3komma14 » Di 21. Apr 2026, 19:40

Das ist jahrelanges Training mit den 1,2l. Da gabs mal so nen Spruch mit Hubraum und ersetzen... Aber das gehört in ein anderes Forum :arrow:

Die Nachkommastelle ist auch nur näherungsweise gemessen, tatsächlich ist der Messbecher nur bis 1,1l mit Linien versehen. Die weiteren 0,1l hab ich dann geschätzt... Aber das mit π ist in dem Zusammenhang hier ja eh mehr ein Wortspiel als ein Zahlenspiel...

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Monaco
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Re: Blasenkapazität

Beitragvon Monaco » Fr 1. Mai 2026, 11:51

sakura hat geschrieben:#Blasenkapazität. :idea:

Der Thread ist Pures Gold. Ein perfektes Zusammenspiel aus Anatomie, Physiologie und Psychologie - wobei ich die psychologische Seite schon immer am aufregendsten fand.

Gerade die Wahrnehmung und das Spiel mit Kontrolle und Kontrollverlust können mich in solchen Momenten auch kinky triggern.

Die organische Größe lässt sich zwar erfassen, ein klares Volumen-Limit bleibt aber selbst mit Messverfahren unklar, da die Blase dehnbar ist und zusätzlich noch durch Stoffwechsel und Nierenfunktion beeinflusst wird.

Wenn hier Mengen zwischen 0,2 l und 1,5 l genannt werden, dann nicht weil die Blasen tatsächlich so stark abweichen sondern weil ganz unterschiedliche Stadien gemeint sind: Mache meinen den ersten Druck (z.B. 250 ml - 350 ml), andere den Punkt an dem es wirklich dringend wird (500 ml - 800 ml), dann wieder andere die reine Trinkmenge (1,5 - 2 Liter aus der Flasche, nicht die Blase) und einige die Menge die am Ende rauskommt - da wäre zumindest meine Blase bald überdehnt.

Auch bei starkem Durst braucht der Körper keine 2 Liter mit Tempo zumal das Getrunkene nicht eins zu eins in der Blase ankommt. Die Nieren brauchen ihre Zeit, um die Menge zu regulieren. Zu wenig kann dabei auch seinen eigenen Reiz entwickeln. Besser die Flüssigkeit gleichmäßig über den Tag verteilen und die Intervalle bewusst verlängern.

Die Blasengröße hängt eher mit der Körpergröße als mit dem Geschlecht zusammen, aber wer überwiegend testosterongeprägt ist und keinen monatlichen Zyklus hat, unterliegt tendensiell geringeren Schwankungen.

Angenommen meine Blase wäre immer gleich gefüllt, dann fühlt sie sich je nach Phase trotzdem unterschiedlich an: Mit Östrogen-Peak ist die Wahrnehmung stabiler und ich kann länger und kontrollierter halten, während der Spiegel in der PMS wieder abfällt und das Gefühl deutlich früher und unangenehm drückend einsetzt.

Die Pille kann diese Kurve zwar etwas abflachen, aber rund um die Ovulation steigt bei mir auch ein Stück weit die Lust, die Blase nicht nur funktional sondern auch auf dieser Gefühlsebene zu erleben und zu spüren. Damit scheine ich hier ja auch nicht ganz allein zu sein - offenbar funktioniert das auch ganz ohne Eisprung.

Die Blase lässt sich für mich nicht wie typische Muskeln im Gym einfach größer trainieren.

Entscheidend für Kontrolle und Halten ist viel mehr der Beckenboden, der sich auch schon vor oder unabhängig von einer Rückbildung über Pilates oder Core-Training stärken lässt. Bessere Kontrolle und Körperspannung wirken sich ja nicht nur positiv auf die Blase aus, sondern auch auf den Sex - ganz unabhängig vom Geschlecht.
Ich lese das sehr gerne, wie du dein Körper wahr nehmen und erklären kannst. Nicht jeder erwartet das bei Thema Blasenkapazität.
Ich bin ein Mann und ich kann nichts dafür, wenn ich weniger hormonell schwinge als du. Aber bitte erkläre mal: wenn dieser Zyklus macht für dein Gefühl von Blasendruck so viel Extra aus... glaubst du wirst du dir dann in die Wechseljahre langweilig? Oder sind Frauen in dieser Alter schon generell nicht mehr aufregend für dich? Ich finde doch, schon noch sehr! Sie bleiben es immer.
Du schreibst auch, dass deine Periodenschmerzen so weh tun. Aber Schmerzen sind doch Zeichen wenn etwas nicht stimmt im Körper? Das ist doch dann keine Kontrolle. Und außerdem, die Pille ist doch Verhütungmittel und nicht da, um zur neuen Steuerung von Blasendruck?

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Re: Blasenkapazität

Beitragvon dave93 » Di 26. Mai 2026, 17:27

sakura hat geschrieben:Die Blasengröße hängt eher mit der Körpergröße als mit dem Geschlecht zusammen


Du meinst die maximal mögliche? Der Gedanke ist mir auch schon gekommen. Zusätzlich müsste auch das Becken und die Länge des Oberkörpers eine Rolle dabei spielen. Ich habe das Gefühl irgendwo nahe des Limits zu sein.

Hast du da mehr Infos zu?

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Re: Blasenkapazität

Beitragvon sakura » Di 2. Jun 2026, 22:03

dave93 hat geschrieben:
sakura hat geschrieben:Die Blasengröße hängt eher mit der Körpergröße als mit dem Geschlecht zusammen


Du meinst die maximal mögliche? Der Gedanke ist mir auch schon gekommen. Zusätzlich müsste auch das Becken und die Länge des Oberkörpers eine Rolle dabei spielen. Ich habe das Gefühl irgendwo nahe des Limits zu sein.

Hast du da mehr Infos zu?
Damit habe ich eigentlich nur die reine anatomische Größe der Blase gemeint, also so wie sie auf Ultraschall oder MRT zu sehen ist.

Du warst eigentlich schon meine erste Quelle dafür:
Warum nicht? Die Größe der Blase hat keine große Relation zum Geschlecht.


Aber danke für das Rabbit Hole heute :)

Die beste Quelle für Anatomie, Medizin, Physiologie ist einfach PubMed. Mit dem Suchstring bladder ultrasound height men women kommt dann diese Studie: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19760760/

Der Abstract ist eigentlich schon ganz gut. Und hier ist mehr: https://www.ics.org/Abstracts/Publish/47/000387.pdf

"30 men and 40 women were included in the study.[...] For each one centimetre increase in height, there was an increase in bladder weight of 0.1g over the range of heights studied.[...] We have shown a highly statistically significant association between ultrasound estimated bladder weight (UEBW) and height, span and body surface area in a group of asymptomatic individuals of both sexes."


Also Zusammenhang mit Größe und Körperbau und das geschlechtsübergreifend. Wieso meinst du speziell Länge des Oberkörpers?

Die reine Blasengröße würde aber auch nicht helfen, wenn du sie beispielsweise schon halb voll als unangenehm empfinden würdest. Das eigentliche Limit liegt wahrscheinlich eher dort. Eigentlich ging es mir die ganze Zeit genau darum^^
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Re: Blasenkapazität

Beitragvon dave93 » Fr 12. Jun 2026, 20:38

Hmm, da wurde meine letzte Antwort irgendwie nicht richtig gesendet. Ich versuch, es noch mal zusammenzubekommen.

sakura hat geschrieben:For each one centimetre increase in height, there was an increase in bladder weight of 0.1g over the range of heights studied.


Weißt du, was hier mit 0.1 g gemeint ist?

Ich habe mal ein wenig geschaut, leider sind viele der für Laien findbaren Artikel mit geringen Volumina.

sakura hat geschrieben:Also Zusammenhang mit Größe und Körperbau und das geschlechtsübergreifend. Wieso meinst du speziell Länge des Oberkörpers?


Eigentlich meinte ich Torso. Der bestimmt ja das maximal mögliche Volumen, je nach Figur.

sakura hat geschrieben:Die reine Blasengröße würde aber auch nicht helfen, wenn du sie beispielsweise schon halb voll als unangenehm empfinden würdest. Das eigentliche Limit liegt wahrscheinlich eher dort. Eigentlich ging es mir die ganze Zeit genau darum^^


Wie angenehm das ist, ist ja recht individuell ;)
Ich muss sie mittlerweile schon sehr füllen, um überhaupt in unangenehme Bereiche zu kommen, habe allerdings eben das Gefühl, dass die äußeren Grenzen schon das Limit darstellen, sodass sie nicht wirklich voller wird. Deswegen interessiert mich das ein wenig, ob ich quasi an meinem Maximum bin oder da noch mehr hintersteckt (oder mich meine Empfindungen täuschen).

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Re: Blasenkapazität

Beitragvon shinyChris » So 14. Jun 2026, 12:30

Interessant, wie sich der Thread inzwischen noch tiefer in Richtung menschlicher Anatomie entwickelt hat.

Ja, ich meinte die reine Trinkmenge auf nüchternen Magen bei mir, wie zu Beginn schon erwähnt. Auf die Idee, die ausgeschiedene Menge zu messen, bin ich schlichtweg noch nicht gekommen - und das wäre auch nicht mein Ziel. Gerade die Ungewissheit finde ich bei dem Thema sehr reizvoll. Als ungefähren Maßstab zähle ich gern mal getrunkene Gläser. Aber die exakte Menge, die anatomisch in meine Blase hineinpasst, zu wissen bzw. wissen zu wollen, wäre für mich eher ein Lustkiller.^^

Spannender finde ich viel mehr das Spiel mit der Zeit und psychologischen Faktoren. Bei mir wirkt es sich z.B. massiv aus, ob ich gerade auf nüchternen Magen trinke, wie schnell es unangenehm wird. Auch Schlaf und Stress, usw. spielen eine Rolle. Und dann gibt es auch ab und zu solche Tage, an denen ich es mir nicht wirklich erklären kann, warum ich häufigen Druck verspüre. Je nach Tagesform kann das dann besonders unangenehm oder besonders reizvoll sein.

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Re: Blasenkapazität

Beitragvon sakura » So 14. Jun 2026, 18:42

dave93 hat geschrieben:Weißt du, was hier mit 0.1 g gemeint ist?

Ich habe mal ein wenig geschaut, leider sind viele der für Laien findbaren Artikel mit geringen Volumina.


Eigentlich meinte ich Torso. Der bestimmt ja das maximal mögliche Volumen, je nach Figur.
Ja, denn das war ja mein Rabbit Hole ;) Warum die überhaupt in Gramm rechnen und wofür UEBW überhaupt gebraucht wird.

Ich verstehe es so, dass das Prinzip ähnlich ist wie in der Kardiologie. Da wird das Herz auch per Ultraschall gescannt und daraus wird dann eine Herzmuskelmasse berechnet. Wenn die zunimmt, kann das ein Hinweis darauf sein, dass das Herz längere Zeit stärker gegen erhöhten Blutdruck pumpen musste.

Das UEBW-Verfahren ermittelt dann sinngemäß wie sich die Blasenmuskelmasse mit der Zeit verändert. Ein höherer Wert kann dann auch ein kritischer Befund sein, wenn die Blase über längeren Zeitraum mehr Druck aufbauen musste und die Wand dadurch dicker wird.

Die Formel ist ja im Abstract: UEBW = S x t x ρ

Dabei werden Blasenoberfläche (s) und Blasenwanddicke (t) aus den Ultraschalldaten bestimmt und ergeben in etwa ein Volumen in cm³. Die Gewebedichte (ρ) ist dagegen nur eine vorausgesetzte Konstante (beim Herzen übrigens auch), die dieses Volumen in eine Masse in Gramm umrechnet. Wenn du ρ also einfach aus der Formel herausnimmst, bleibt in etwa das Volumen der Blasenwand übrig. Also darüber hättest du auch dein Volumen :D

Die Aussage der Studie ändert sich dadurch ja nicht. Sie wollte den Zusammenhang von UEBW mit Körpergröße und Körperbau untersuchen un zeigt damit indirekt auch einen Zusammenhang zum Volumen und Größe der Blasenwand (anatomische Größe).

Und ja, die Blase sitzt natürlich im Becken. Deshalb wird die Beckengröße sicher eine Rolle spielen. Aber aus den Maßen des Torso lassen sich auch Tiefe und Breite des Beckens doch nicht direkt ableiten. BSA/Körperoberfläche und span/Armspannweite sind bessere Indikatoren, deswegen nimmt die Studie die auch.
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Re: Blasenkapazität

Beitragvon dave93 » Mo 15. Jun 2026, 15:36

Dann müssten die beiden Faktoren ja auch eine Relation zur Höhe der Bauchdecke bilden. Interessant.

Klar, derlei Studien beschäfitgen sich ja mit Fehlfunktionen. Der Hintergrund ist mir schon bewusst. Dennoch interessant, dass man hier für uns auch was daraus ziehen kann ;)

Danke!

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Re: Blasenkapazität

Beitragvon Wet-Linse » Di 16. Jun 2026, 10:15

Ich habe mal gelernt, daß der erste Drang je nach 200 bis 400 ml kommt. Aber das ist alters- und größenabhängig.

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Re: Blasenkapazität

Beitragvon sakura » Do 18. Jun 2026, 20:19

dave93 hat geschrieben:Dann müssten die beiden Faktoren ja auch eine Relation zur Höhe der Bauchdecke bilden. Interessant.

Klar, derlei Studien beschäfitgen sich ja mit Fehlfunktionen. Der Hintergrund ist mir schon bewusst. Dennoch interessant, dass man hier für uns auch was daraus ziehen kann ;)

Danke!
Du weißt ja nie, warum jemand bei solchen Themen auch dennoch hier landet. Wir und uns schließt möglicherweise mehr Menschen ein als du denkst. Vielleicht auch welche mit Fehlfunktionen... Nicht alle haben immer dieselbe Motivation dabei. ;)

Bauchdecke als Classic Offtopic-Schwangerschaftsthema...? :D Ich würde davon ausgehen, dass die sich so über die zwei Faktoren Wanddicke und Oberfläche berechnen ließe. Aber die Bauchdecke ist ja oft weniger interessant als das was unter ihr passiert. Untersucht werden ja vorallem Merkmale, die eine klinische Aussage ermöglichen und eine dicke Bauchdecke erschwert ja erst mal nur Sonographie oder die Leopold-Handgriffe. Das ist nicht gleich ein Befund, da wird dann eher die Untersuchungsmethode geändert und vaginal geschallt. :)

Also die Blasenwanddicke ist da relevanter - für hier und für die Masse :D
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