#Blasenkapazität.
Der Thread ist Pures Gold. Ein perfektes Zusammenspiel aus Anatomie, Physiologie und Psychologie - wobei ich die psychologische Seite schon immer am aufregendsten fand.
Gerade die Wahrnehmung und das Spiel mit Kontrolle und Kontrollverlust können mich in solchen Momenten auch kinky triggern.
Die organische Größe lässt sich zwar erfassen, ein klares Volumen-Limit bleibt aber selbst mit Messverfahren unklar, da die Blase dehnbar ist und zusätzlich noch durch Stoffwechsel und Nierenfunktion beeinflusst wird.
Wenn hier Mengen zwischen 0,2 l und 1,5 l genannt werden, dann nicht weil die Blasen tatsächlich so stark abweichen sondern weil ganz unterschiedliche Stadien gemeint sind: Mache meinen den ersten Druck (z.B. 250 ml - 350 ml), andere den Punkt an dem es wirklich dringend wird (500 ml - 800 ml), dann wieder andere die reine Trinkmenge (1,5 - 2 Liter aus der Flasche, nicht die Blase) und einige die Menge die am Ende rauskommt - da wäre zumindest meine Blase bald überdehnt.
Auch bei starkem Durst braucht der Körper keine 2 Liter mit Tempo zumal das Getrunkene nicht eins zu eins in der Blase ankommt. Die Nieren brauchen ihre Zeit, um die Menge zu regulieren. Zu wenig kann dabei auch seinen eigenen Reiz entwickeln. Besser die Flüssigkeit gleichmäßig über den Tag verteilen und die Intervalle bewusst verlängern.
Die Blasengröße hängt eher mit der Körpergröße als mit dem Geschlecht zusammen, aber wer überwiegend testosterongeprägt ist und keinen monatlichen Zyklus hat, unterliegt tendensiell geringeren Schwankungen.
Angenommen meine Blase wäre immer gleich gefüllt, dann fühlt sie sich je nach Phase trotzdem unterschiedlich an: Mit Östrogen-Peak ist die Wahrnehmung stabiler und ich kann länger und kontrollierter halten, während der Spiegel in der PMS wieder abfällt und das Gefühl deutlich früher und unangenehm drückend einsetzt.
Die Pille kann diese Kurve zwar etwas abflachen, aber rund um die Ovulation steigt bei mir auch ein Stück weit die Lust, die Blase nicht nur funktional sondern auch auf dieser Gefühlsebene zu erleben und zu spüren. Damit scheine ich hier ja auch nicht ganz allein zu sein - offenbar funktioniert das auch ganz ohne Eisprung.
Die Blase lässt sich für mich nicht wie typische Muskeln im Gym einfach größer trainieren.
Entscheidend für Kontrolle und Halten ist viel mehr der Beckenboden, der sich auch schon vor oder unabhängig von einer Rückbildung über Pilates oder Core-Training stärken lässt. Bessere Kontrolle und Körperspannung wirken sich ja nicht nur positiv auf die Blase aus, sondern auch auf den Sex - ganz unabhängig vom Geschlecht.